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Mozyr

Mozyr ist eine Kreisstadt mit ca. 111.000 Einwohnern im Südosten Weißrusslands, im Gebiet Gomel. Im Jahr 2005 konnte Mozyr seinen 850 igsten Geburtstag feiern. Die Stadt, am hohen Ufer des Pripjet, gelegen, ist die größte Hafenstadt Weißrusslands. Zusammen mit ihrem Kreis, der zu 50% bewaldet ist, wird die Gegend von und um Mozyr unter anderem auch die „Schweiz Weißrusslands“ genannt.
Die Stadt hat im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte viele Höhen und Tiefen durchlaufen. Häufig wechselten die zuständigen Herrscher und Dynastien.
Nach Ende des 2. Weltkriegs war die Bevölkerung von ursprünglich 20.000 auf 4.700 Einwohner abgesunken, und das Zentrum der Stadt war nahezu komplett zerstört.
In einer bemerkenswerten Aufbauarbeit haben die Bewohner dieser Stadt ihren Bereich wieder aufgebaut und dafür gesorgt, dass sich die Stadt zu einer Metropole im Süden von BELARUS entwickeln konnte. So siedelten sich verschiedene Unternehmen in und um Mozyr an und auch das freie Unternehmertum expandierte in dieser Stadt. Das größte Unternehmen im Raum Mozyr ist die Ölraffinerie, die sich zu einer der modernsten Raffinerien Europas entwickelt hat. Sie ist nicht nur ein erheblicher Wirtschaftsfaktor sondern auch ein Förderer kultureller Aktivitäten und Kulturbauten. Weitere Unternehmen der Holzverarbeitung, Chemie, des Fertigungs- und Transportwesens sowie die Textilfirma Nadex haben sich zwischenzeitlich hier angesiedelt. Mozyr beherbergt eine Pädagogische Universität, eine Techniker- sowie eine Medizinische und eine Musik-Hochschule. Rund 2000 Lehrer mit Fachschul- und zum Teil mit Fachhochschulausbildung vermitteln Unterricht in ca. 20 Schulen.
Mozyr wurde auf insgesamt 7 Hügeln errichtet in einer typischen Endmoränen- Landschaft. Die höchste Erhebung befindet sich 221 Meter über dem Meeresspiegel. Verschiedene kleine Schluchten und Einschnitte mit Höhenunterschieden bis ca. 100 Meter lassen nicht nur den Fußgänger ins Schwitzen geraten sondern haben auch die Errichtung einer Sommerrodelbahn und einer Skipiste mit Skilift ermöglicht. Zugleich wurde die Zahl der Sportanlagen für den Breitensport erheblich gesteigert und bietet so der Jugend gute Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Viele Kulturzentren sowie das „Drama Theater“ vermitteln der Bevölkerung eine umfassende Information über und eine Beschäftigung mit der Kultur und Geschichte ihrer Region.

 

 

 

Die Orthodoxe Kirche Die Schule Nr.7 Erbaut 1940 Empfang beim Bürgermeister Schüler der Schule helfen beim Abladen in Mozyr Tschernobyl Denkmal